WAS IST KRAV-MAGA?
Krav-Maga ist die israelische Kampfkunst zur Selbstverteidigung, geschaffen von Imi Lichtenfeld in Israel in den 60er- und 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts.
Leider sind in den letzten Jahren viele Legenden, Lügen, Geschichten und Mythen über das Krav-Maga entstanden. Wir wollen hier genau klarstellen, worin unsere geliebte Kampfkunst besteht.
1. Ist Krav-Maga eine „eklektische“ Kampfkunst? Also eine Mischung aus Bewegungen anderer Kampfkünste?
Nein! Imi war in seiner Vergangenheit Schwarzgurt im Judo und im traditionellen japanischen Jiu-Jitsu. Bei der Entwicklung des Krav-Maga sah er, was den traditionellen japanischen Kampfkünsten im Bereich der Selbstverteidigung fehlte, und schuf vollkommen neue Techniken, die die Welt zuvor nie gesehen hatte.
2. Ist Krav-Maga ein „Kampfsystem“, eine „Selbstverteidigungskunst“, eine „Verteidigungsmethode“?
Nein! Krav-Maga ist nach der Definition seines eigenen Schöpfers eine KAMPFKUNST.
3. Kann man Krav-Maga in beliebiger Kleidung üben?
Nein! Wie auf tausenden Fotos von Imi selbst im Internet zu sehen ist, wird Krav-Maga in einem vollständig weißen Kimono (Judogi) geübt, ohne Aufnäher und sauber.
4. Wird Krav-Maga in seiner Ursprungssprache, dem Hebräischen, unterrichtet?
Ja! Imis Traum war es, dass Krav-Maga in der Sprache seiner Entstehung unterrichtet wird, dem Hebräischen – genau so, wie Judo weltweit auf Japanisch und Kung-Fu auf Chinesisch unterrichtet wird.
5. Ist Krav-Maga für alle geeignet?
Ja und nein zugleich …
Theoretisch kann jeder die Bewegungen und die Philosophie des Krav-Maga erlernen. In Imis Worten ist Krav-Maga jedoch „für Menschen mit überdurchschnittlicher Intelligenz bestimmt …“ Das heißt: Man muss kein Athlet sein, um ein hervorragender Krav-Maga-Praktizierender zu werden, aber die Praxis fordert jeden Menschen geistig und intellektuell heraus.
6. Kann sich das Krav-Maga „weiterentwickeln“? Kann es „verändert“ oder „angepasst“ werden?
Nein! Krav-Maga ist eine vollständige und vollkommene Kampfkunst, die für jede denkbare Gefahrensituation auf der Straße eine Lösung bietet. Leider versuchen viele Menschen, denen die nötige Körperkoordination für die von Imi geschaffenen Bewegungen fehlt, das Krav-Maga auf ihre eigene Situation „zurechtzubiegen“ – und scheitern dabei immer.
Versuche nicht, das Krav-Maga an dich anzupassen, sondern passe dich ihm an.
7. Gibt es verschiedene „Stile“ oder „Richtungen“ des Krav-Maga?
Nein, nein und nochmals nein!!! Es gibt nur ein Krav-Maga, nämlich das originale Krav-Maga von Imi, das heute ausschließlich in der Bukan School geübt wird. Imi war der alleinige Schöpfer des Krav-Maga und hat niemals jemanden bevollmächtigt, in seinem Namen Änderungen vorzunehmen.
8. Ist Krav-Maga bloß eine körperliche Betätigung ohne jede Philosophie?
Nein! Neben dem praktischen Teil hat Imi dem Krav-Maga eine umfassende und tiefe Philosophie mitgegeben – ohne sie wird die körperliche Seite des Krav-Maga nutzlos. Darüber hinaus stellte Imi fünfzehn Regeln auf, die das Besondere des Krav-Maga erklären und zeigen.
9. Gibt es im Krav-Maga Wettkämpfe?
Nein! Krav-Maga ist kein Sport, sondern eine Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Deshalb kann es im Krav-Maga keine Wettkämpfe geben.
10. Ist Krav-Maga eine „militärische“ Kampfkunst?
Nein! Das ist eine weitere falsche Legende über das Krav-Maga. Ja, Imi diente 20 Jahre in der israelischen Armee, doch dort unterrichtete er kein Krav-Maga. Tatsächlich existierte der Name Krav-Maga damals noch gar nicht (er entstand erst 1971). In seiner Armeezeit brachte Imi den Soldaten bei, wie man feindliche Soldaten mit den Händen, dem Messer, dem Seil und Ähnlichem tötet. Das waren einzelne, spezifische Techniken und keine eigentliche Selbstverteidigung.
Erst nach seinem Ausscheiden aus der Armee hatte Imi die Zeit und die Freiheit, wirklich eine echte, der Selbstverteidigung gewidmete Kampfkunst zu schaffen.